Die Erneuerung der religiösen Malerei im römischen Barock

Kategorie
Vorträge / Lesungen
Datum
11.02.2019 19:30
Veranstaltungsort
PFL Oldenburg

Vortrag von PD Dr. Wiebke Windorf, Düsseldorf.

Zu unserer großen Freude hat sich die Referentin mit dem Blick auf unsere Fahrt nach Utrecht bereit erklärt, besonders auf Caravaggio einzugehen und dessen bis heute kontrovers diskutierte Bedeutung für die Entwicklung der römischen Barockmalerei in den Fokus ihres Vortrags zu stellen. Caravaggio gilt immer noch als eine der umstrittensten und polarisierendsten Künstlerfiguren der Neuzeit. Bereits im 17.Jahrhundert wurde er vom Kunstliteraten Giovan Pietro Bellori einerseits als unreflektierter Naturnachahmer abgestempelt, andererseits aber auch als Wegbereiter der um 1600 beginnenden Kunstreform gewürdigt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts drehte sich das Caravaggio-Bild auf geradezu dramatische Weise um. Der antireligiöse, ungebildete Naturalist avancierte mehr und mehr zum humanistisch geschulten, mit versteckten Sinnschichten arbeitenden pictor doctus. Anhand der berühmten „Berufungsszene des HL. Matthäus“, die Teil des ersten großen römischen Auftrags ist, sollen die inhaltlichen und gestalterischen Innovationen des Künstlers nachgezeichnet und einige Forschungstrends kritisch hinterfragt werden.

 
 

Alle Daten

  • 11.02.2019 19:30

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